29 junge Menschen gehen als Freiwillige für das Bistum ins Ausland

„Vertraut Euch selbst, vertraut auf die Menschen, die Euch umgeben, und vertraut darauf, dass Gott mit Sicherheit immer irgendwie dabei ist.“ Dieser Wunsch, formuliert von Pater Hans-Michael Hürter, kommt auf die Packliste von 29 jungen Erwachsenen. Sie starten in den kommenden Tagen und Wochen einen Freiwilligendienst im Ausland, unterstützt vom „weltwärts“-Programm über das Bistum Münster. Am 8. Juli wurden die Freiwilligen im Anschluss an einen Begegnungstag im „Welthaus der Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu“ in Münster-Hiltrup durch Pater Hürter, Mitarbeiter in der Fachstelle Weltkirche des Bistums, ausgesandt.


Gemeinsam mit ihren Familien und Angehörigen waren die Freiwilligen nach Münster gekommen, um den letzten gemeinsamen Schritt in der Vorbereitung auf ihr Auslandsjahr zu gehen. Zwischen Schulabschluss und Studium oder Ausbildung haben sie sich entschlossen, zwölf Monate in der Dominikanischen Republik, in Ghana, Mexiko, Ruanda, Südafrika, Tansania und Uganda in sozialen Einrichtungen wie Schulen oder Waisenhäusern mitzuhelfen.


In seiner Predigt verglich Pater Hürter die Figur des Abraham, von dessen Aufbruch zuvor in der Lesung zu hören war, mit der Situation der jungen Erwachsenen: „Er ist der Prototyp eines Menschen, der einen gänzlich neuen Lebensabschnitt beginnt, der aufbricht, der eine Entscheidung von großer Tragweite getroffen hat, die ihn und alle, die mit ihm in Beziehung stehen, verändert.“ Vertrautes verlassen, sich auf das Unbekannte einlassen, neue, tragfähige Beziehungen knüpfen und damit riskieren, dass sich das Leben verändere, zählte der Geistliche die Merkmale auf. Besonders betonte er die Bedeutung von Vertrauen in dieser Situation: „Es ist ein wichtiger Faktor, ein weicher Faktor, ein sogenannter Soft Skill.“


Drei Ratschläge gab Pater Hürter den Freiwilligen mit auf den Weg: „Nehmt Euch Zeit für wirkliche Begegnungen.“ Gastfreundschaft werde in den Projektländern großgeschrieben. Es gelte, die Spontanität eines Besuches zu nutzen, die in Europa bisweilen zu kurz komme. „Macht Schluss mit stereotypen Klischees“, riet er ihnen außerdem. Schubladen-Denken helfe nicht weiter, die Wirklichkeit habe viele verschiedene Farben. Abschließend ging er auf die Gruppe der Freiwilligen ein: „Bleibt miteinander und untereinander und mit den Projektpartnern vor Ort und darüber hinaus verwoben.“ Aus den Händen von Sebastian Aperdannier und Joana Gewand vom Referat Weltkirche, die die Freiwilligen in den vergangenen Monaten auf ihren Einsatz vorbereitet hatten, erhielten die jungen Frauen und Männer schließlich kleine Holzkreuze, die sie während ihres Auslandsjahres begleiten sollen.


Musikalisch wurde der Gottesdienst von einer Musikgruppe unter der Leitung von Daniel Frinken vom Referat Musik und Jugendkultur im Bistum Münster gestaltet.Bildunterschriften: