Sophie Aurich geht als Freiwillige des Bistums in die Dominikanische Republik

Sophie Aurich geht für ein Jahr in die Dominikanische Republik. Da dürfen der Reiseführer und das Tagebuch nicht fehlen. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe

Ein bisschen sieht es im Zimmer von Sophie Aurich bereits nach Aufbruch aus. Ein kleiner Koffer steht am Schreibtisch, ein großer Rucksack gleich daneben. „Immer wenn mir etwas einfällt, was ich mitnehmen möchte, kommt es hinein“, berichtet die 19-Jährige aus Dülmen. Viel Zeit hat sie nicht mehr, denn bereits am Dienstag, 16. Juli, geht ihr Flieger in Richtung Dominikanische Republik. Für das nächste Jahr heißt ihre neue Heimat San Cristóbal. Die gut 135.000 Einwohner zählende Stadt liegt 30 Kilometer von der Hauptstadt Santo Domingo entfernt. Doch Aurich zieht es nicht an die Traumstrände, sondern sie wird sich als Freiwillige gemeinsam mit Imke Könning aus Ahaus ein Jahr in Projekten der katholischen Gemeinde Nuestra Señora de la Paz engagieren – unterstützt vom „weltwärts“-Programm über das Bistum Münster.


„Ich wollte immer schon ins Ausland. Aber einfach nur ein Land bereisen, ist mir zu wenig. Ich möchte auch etwas Gutes tun. Das kann ich jetzt“, freut sie sich auf ihre Aufgaben. In einer Gastfamilie untergebracht lernt sie nicht nur Land und Leute kennen, sondern engagiert sich in der sozialen und pastoralen Arbeit der Pfarrgemeinde Nuestra Señora de la Paz als „Mädchen für alles“. „Es gibt beispielsweise ein Gesundheitszentrum und eine Schule. Wir Freiwilligen unterstützen die Lehrer bei ihrer Arbeit oder bieten Nachhilfekurse an“, hat sie von Ehemaligen erfahren. Zudem sei es möglich, eigene Angebote auf die Beine zu stellen. Und da hat Aurich schon eine konkrete Idee: „Ich würde gern einen Theaterkurs anbieten. Seit der fünften Klasse bin ich in der Theater-AG meiner Schule aktiv. Das macht mir total viel Spaß“, berichtet sie.


Ihrer neuen Heimat auf Zeit hat sie sich schon ein bisschen genähert. „Wir haben mit einigen Ehemaligen dominikanisch gekocht. Es gab Reis mit Bohnen, frittierte Kochbananen und Guacamole“, erzählt sie und verrät lachend: „Das Essen muss gut sein, denn bis jetzt haben alle zugenommen.“ Zwar spricht Aurich noch kein spanisch, aber sie ist trotzdem zuversichtlich, klar zu kommen. „In den ersten vier Wochen nehmen wir an einem Sprachkurs teil. Und irgendwie versteht man sich immer“, ist sie sicher.


Auf keinen Fall dürfen im Koffer Fotos von der Familie und Freunden fehlen. „Sie werde ich vermissen. So wie auch die langen Sommernächte. Denn in der Dominikanischen Republik wird es früh dunkel“, erzählt sie. Und als Kleinstadtmensch fällt es ihr auch nicht leicht, auf ihr Fahrrad zu verzichten ebenso wie auf das Joggen im Wald. „Aber ich habe erfahren, dass es ein Fitness-Studio gibt“, sagt Aurich. Viele Informationen hat sie schon von anderen erhalten. „Wenn wir ankommen, sind die jetzigen Freiwilligen noch vor Ort und können uns vieles zeigen. Das ist eine große Erleichterung“, ist sie ein wenig beruhigt. Aber auch mit der Vorbereitung über das Bistum Münster fühlt sie sich gut gewappnet. „Es war toll. Wir sind nicht nur als Gruppe super zusammengewachsen, sondern ich habe auch noch viel über mich gelernt“, lobt sie die Treffen im Vorfeld. Und dann fällt ihr plötzlich noch etwas ein. „Der Reiseführer und mein Tagebuch müssen natürlich auch noch mit.“ Gesagt, getan: Beide Büchern wandern flugs in den Rucksack.


Ihre Erfahrungen werden die Sophie Aurich und Imke Könning in einem Blog im Internet festhalten unter der Adresse www.nuestroañoenelcaribe.de.