Perspektivwechsel in Ghana
Career Guidance and Educational Counselling Project in Jasikan
Die Katholische Kirche ist Träger des Projektes in Jasikan. In dem Projekt mit dem offiziellen Titel "Career Guidance and Educational Counselling in Junior High Schools" geht es darum, die Schülerinnen und Schüler, die in den Dörfern wohnen, zu unterstützen. Die Freiwilligen sollen ihnen Hilfestellung während ihrer Entwicklung vom Kind zu einem Erwachsenen geben, ihnen Mut machen, ihr Selbstbewusstsein stärken und ihnen zeigen, wie sie ihre Träume erfüllen können (career guidance).
Die Freiwilligen vom Bistum Münster arbeiten zusammen mit einem Sozialarbeiter (Joseph) sowie den Lehrenden der Schulen. Es handelt sich in erster Linie um einen sozialen Lerndienst, der vor Ort keine Arbeitsplätze ersetzt.
Das Projekt möchte die Schulabbruchquote senken. Die Jugendlichen und ihre Eltern sollen verstehen lernen, warum es so wichtig ist, eine solide Schulausbildung zu erlangen. Die Hauptaufgabe der Freiwilligen ist es, kleine Lerngruppen in den Fächern Mathe und Englisch zu betreuen. Diese Gruppen werden von Schülerinnen und Schülern besucht, die in diesen Fächern besondere Förderung brauchen. Die Lerngruppen bestehen aus zwei bis zehn Jugendlichen. Sie üben Lesen und Schreiben von einfachen Sätzen oder Texten und in Mathe die Grundrechenarten. Zudem besteht für die Freiwilligen die Möglichkeit, Nachmittagsprogramm für die Schülerinnen und Schüler zu gestalten. Dabei haben sie viel Freiraum, ihre eigenen Ideen umzusetzen.
Bildergalerie aus Jasikan
Die Aufgabe der Freiwilligen in diesem Projekt ist es, durch Präsenz an den Schulen mit den Kindern, Lehrpersonen und eventuell auch Eltern ins Gespräch zu kommen. Sie arbeiten vor Ort und machen Hausbesuche. Es ist wichtig, den Schülerinnen und Schülern mit viel Aufmerksamkeit entgegenzutreten, um die mit speziellen Problemen (Probleme in der Familie, Armut) ausfindig zu machen. Nachdem die Freiwilligen und die Schüler*innen vormittags gelernt haben, geht es über zum Nachmittagsprogramm. Hierbei können die Freiwilligen kreativ werden und sich selbst Aktivitäten überlegen, wie z. B. Fußball und Theater.
Außerdem können die Freiwilligen gemeinsam mit dem Sozialarbeiter bzw. Mentor des Projekts Joseph Hausbesuche bei den Schülerinnen und Schülern ihrer Lerngruppen machen. So können sie die Jugendlichen und ihre Lebenssituation besser kennenlernen.
Alle Freiwilligen sind herzlich willkommen, gleich welcher Religion oder welchen sozialen Hintergrundes. Als Voraussetzungen für alle Projekte gelten eine physische und psychische Belastbarkeit. Die Freiwilligen sollten eine (interkulturell) unvoreingenommene Haltung haben und dazu in der Lage sein, sich auf einfache Lebensverhältnisse einzulassen. Des Weiteren brauchen sie Offenheit, Neugier, soziale Kompetenz, Empathie und Kritikfähigkeit.
Die Freiwilligen sollten offen sein, geduldig, kreativ, selbstständig und gute Englischkenntnisse besitzen. Sie sollten Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben. Die Freiwilligen sollten offen gegenüber den Ansichten der katholischen Kirche sein. Da die vier Freiwilligen zusammenleben und zumeist in Zweier-Teams zusammenarbeiten, wird die Teamfähigkeit großgeschrieben.