Dankgottesdienst mit Freiwilligen und Familien

Ein besonderes Jahr liegt hinter den 28 jungen Erwachsenen aus dem Bistum Münster, die sich im vergangenen Sommer auf den Weg gemacht haben. Zwölf Monate lang wollten sie in Ghana, Mexiko, Tansania, Uganda, Ruanda, Südafrika und der Dominikanischen Republik einen weltwärts-Freiwilligendienst absolvieren. Im März holte das Bistum die Freiwilligen aufgrund der Corona-Pandemie zurück. Abrupt und viel eher als gedacht endete das Jahr für sie. Im „Welthaus der Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu“ in Münster-Hiltrup ließen die jungen Frauen und Männer diese besondere Zeit jetzt bei einem Seminar eine Woche lang Revue passieren. Zum Abschluss am 13. September stießen ihre Familien dazu und feierten gemeinsam mit Pater Michael Hürter vom Referat Weltkirche des Bischöflichen Generalvikariats einen Dankgottesdienst unter freiem Himmel. Ehemalige Freiwillige gestalteten den Open-Air-Gottesdienst musikalisch.

 

„Vieles ist anders geworden seit Mitte März: Träume sind zerplatzt, Pläne durchkreuzt“, führte Pater Hürter ein. „Aber es gibt auch Gründe, Danke zu sagen, für die Erfahrungen, die ihr machen durftet, und für all die Kreativität, die seit eurer Rückkehr so viel Neues hat wachsen lassen.“ Weil die Freiwilligen wissen, was das Corona-Virus für ihre Partnerländer in Afrika und Lateinamerika bedeutet, hatten sie nach ihrer Rückkehr im Mai im Akkord Mund-Nasen-Masken aus afrikanischen Stoffen genäht und sie an die Besucherinnen und Besucher des Wochenmarkts in Münster verteilt. Mit einem Infoblatt und eigenen Erfahrungsberichten machten sie auf die Situation in den Partnerprojekten aufmerksam und baten um Spenden für einen Hilfsfonds.

 

Sebastian Aperdannier und Judith Wüllhorst vom Referat Weltkirche erinnerten die 28 jungen Erwachsenen an ihre Einzigartigkeit, an den Rückhalt, den sie durch Familie und Freunde erfahren, und an das, was sie von ihrem Einsatz mitbringen: „Vielleicht ist es die Einfachheit, vielleicht sind es Beziehungen und Freunde, vielleicht aber auch eine große Berührbarkeit. Egal was es ist, es hat sich gelohnt“, betonte Aperdannier. Der Abschluss des Freiwilligendienstes beinhalte gleichzeitig einen Neuanfang, der die jungen Erwachsenen in den kommenden Wochen und Monaten an ganz verschiedene Orte führen werde, erklärte Judith Wüllhorst. „Brecht auf und bleibt offen für das, was euch auf euren Wegen begegnet“, ermutigte sie, „vertraut in euch selbst und hört auf euer Herz.“ Pater Hürter wünschte den Rückkehrern, dass sie sich – geprägt von den Erfahrungen im Ausland – auch weiterhin in Gesellschaft, Politik und Kirche einbringen mögen.

 

Aus den Händen von Sebastian Aperdannier und Judith Wüllhorst erhielten die jungen Frauen und Männer, die teilweise mit traditionellen Kleidern aus ihrem Einsatzland bekleidet waren, symbolisch ein Zertifikat, das ihnen den Auslandsdienst bescheinigt.