FAQ - Oft gestellte Fragen

Warum dauert ein Auslandsfreiwilligendienst bei euch zwölf Monate?

Um richtig in eine andere Kultur eintauchen zu können, ist es sinnvoll, mindestens sechs Monate zu bleiben. Wir befürworten einen Dienst über zwölf Monate, da es einiges an Zeit kostet, vor Ort anzukommen, sich sprachlich verständigen zu können und richtig eingearbeitet zu werden. Des Weiteren ist es auch für die Leute vor Ort eine Belastung, wenn die Freiwilligen immer wieder recht schnell wechseln. Es ist nur schwer möglich, eine Beziehung aufzubauen. Dies solltest du bei deiner Entscheidung mit bedenken. Oftmals ist man nach sechs Monaten erst richtig angekommen und könnte durchstarten, muss dann aber wieder abfliegen. Von daher ist bei uns nur ein Freiwilligendienst über zwölf Monate möglich.

Wieviel kostet das?

Nach den Vorgaben des weltwärts-Förderprogrammes entstehen dir keine Kosten. 75 Prozent der Kosten werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung getragen. Die weiteren 25 Prozent trägt das Bistum Münster. 

Ist es im Projektland sicher?

Die Sicherheit steht für uns an erster Stelle. Du wirst nur in Projektländer entsandt, die das Auswärtige Amt als sicher einstuft. Eine hundertprozentige Sicherheit können auch wir nicht geben. Allerdings stehen wir mit unseren Partnern in ständigem Kontakt und tauschen uns über die Sicherheitslage vor Ort aus. Des Weiteren gibt es bestimmte Sicherheitsregeln und ein Sicherheitstraining im Vorbereitungsseminar.

Wo werde ich untergebracht?

Du wirst je nach Projekt in einer Freiwilligen-WG, in einer Gastfamilie oder im Pfarrhaus untergebracht. Dort steht dir ein eigenes Zimmer zur Verfügung.

Wie werde ich betreut?

Du wirst vor, während und nach deinem Dienst vom Referat Freiwilligendienste im Ausland des Bistums Münster betreut. Sebastian Aperdannier und Joana Gewand stehen dir während des gesamten Zeitraums für Fragen, Probleme und zum Austausch zur Verfügung. Des Weiteren hast du in den jeweiligen Projekten Ansprechpartner und Mentoren, die dich vor Ort begleiten.

Handelt es sich bei diesem Freiwilligendienst um ein FSJ?

Nein, alle unsere Plätze sind nach den Richtlinien des weltwärts- anerkannt. Es handelt sich um einen Freiwilligendienst im Ausland. Das FSJ-Programm gilt nur in Deutschland. Dennoch gelten auch bei einem Freiwilligendienst im Ausland die FSJ-Bestimmungen für die Weiterzahlung von Kindergeld oder der Anrechnung auf Studienplatzwartezeiten analog. Eine Bescheinigung über die Teilnahme an einem Dienst wird von unserem Referat für die Kindergeldkasse und bei Bedarf für die Uni ausgestellt. Es handelt sich nicht um einen sozialversicherungspflichtigen Freiwilligendienst.

Wann erfolgt die Ausreise in die Projekte?

Du reist projektabhängig in einem Zeitraum von Anfang Juli bis Ende August aus. Dabei orientieren wir uns an den Schulferien in NRW.

Wie stehen meine Chancen, genommen zu werden?

Wir haben jährlich zwischen 25 und 30 Plätze in unseren Auslandsprojekten. Jedes Jahr bewerben sich zwischen 80 und 100 jungen Erwachsene, wovon wir 64 Personen zum Auswahlseminar einladen. Leider haben wir nur bis zu 30 Plätze, so dass wir jedem und jeder raten, sich ebenfalls bei anderen Trägern zu bewerben. Eine Absage bedeutet nicht, dass du nicht geeignet bist für einen Freiwilligendienst im Ausland.

Kann man für die Projekte spenden?

Die Freiwilligen bauen für die Zeit ihres Einsatzes Unterstützerkreise auf, um mit Spendenmitteln ihre Einsatzprojekte zu unterstützen. Geldspenden sollten nicht direkt und nicht über einzelne Freiwillige in die Projekte fließen, damit die Freiwilligen im Einsatzland nicht in Rollenkonflikte gelangen. Das Referat Freiwilligendienste im Ausland sorgt für eine sichere Weiterleitung der Gelder und koordiniert die Spenden und ihre Verwendung in den Projekten. 

Spendenkonto:

Bistumskasse Münster
IBAN: DE29400602650002000100
BIC: GENODEM1DKM

unter Angabe des Verwendungszwecks:  2211.02.42261
und Name und Anschrift des Spendenden

Spendenquittungen werden vom Bistum Münster ausgestellt, wenn im Verwendungszweck der Name und die Anschrift angegeben ist.

Wie kann ich mich verständigen?

Grundkenntnisse in der jeweiligen Landessprache solltest du dir möglichst vor der Ausreise aneignen. Es empfiehlt sich frühzeitig einen "native speaker" zu suchen, der am besten eins zu eins Sprachunterricht erteilen kann. In (fast) allen Projektländern gibt es zusätzliche Möglichkeiten, zunächst für einige Zeit begleitend oder im Block, Spracherwerb zu betreiben. Auch werden bspw. vor der Ausreise einige Sprachkurse von ehemaligen Freiwilligen angeboten.

Kann ich im Projektland Besuch bekommen?

Das sollte in Absprache mit der Leitung des Projektes möglich sein. Allerdings solltest du nicht innerhalb der ersten sechs Monate Besuch bekommen, denn in dieser Phase ist alle Energie darauf zu verwenden, sich in neue kulturelle, sprachliche und soziale Gegebenheiten einzuarbeiten.

Habe ich einen Chef im Projektland?

Alle Projektstellen sind so ausgestattet, dass sie einen Ansprechpartner oder eine Ansprechpartnerin haben. Sie stehen dir zur Klärung für alle wichtigen Fragen bezüglich Arbeit, Unterkunft und anderen Problemen zur Verfügung.

Was ist bei Krankheit?

In allen Projektstellen ist eine medizinische Versorgung im Bedarfsfall gewährleistet. Entsprechende Auslagen wurden in den vergangenen Jahren von der Versicherung problemlos und zügig erstattet.

Die Versicherung hat eine 24h Hotline.

Bin ich versichert?

Für dich wird eine Kranken-, Haftpflicht- und Invaliditätsversicherung abgeschlossen. In der Regel ruht die bisherige Mitversicherung über die jeweilige Familienversicherung in dieser Zeit. Privatversicherte können für die Zeit des Dienstes eine Anwartschaft auf Weiterversicherung nach der Dienstzeit beantragen.

Was ist, wenn im Projekt "absolut nichts mehr geht"?

Natürlich kann es passieren, dass sich in einer Einsatzstelle während des Dienstes Konflikte ergeben, die sich trotz eigenem guten Willen sowie guter Vorbereitung und Begleitung nicht lösen lassen. Die Ursachen können vielfältiger Natur sein. Niemand muss dann auf seinem Platz bleiben. Manchmal ist es auch ein ehrlicher und mutiger Schritt, seine Grenzen zu erkennen und den Dienst nach Gesprächen mit Projekt- oder Trägervertretern abzubrechen. Diesen Schritt mussten in den letzten 20 Jahren allerdings nur zwei von rund 300 Freiwilligen gehen, da wir großen Wert auf die Auswahl guter Projektstellen legen.